Schule und Ausbildung

Die kostenfreie Vorschule „Maternelle“ steht allen Kindern ab dem vierten Lebensjahr offen. Hier werden die Kinder ganztags betreut und spielerisch an die Entwicklung von Sprache,  Sozialverhalten, Sport und erste „schulische Lerninhalte“ herangeführt. Das Mittagessen nehmen die Kinder - ganz französisch – als kindgerechtes „Drei-Gänge-Menü“ ein, anschließend geht’s meist zum Mittagsschlaf. Selbstverständlich können die Kinder auch nur „in Teilzeit“ angemeldet werden.



Auf die Vorschule „Maternelle“ folgen die „Ecole primaire“, das „Collège“ und das „Lycée“. Der Verlauf entspricht dabei dem ungefähr dem deutschen System, mit geringen Abweichungen. Das gesamte Schulsystem ist als Ganztagesschule von etwa 8.30 Uhr morgens bis 16 Uhr gestaltet. Die schuleigenen Restaurants und Betreuungsmöglichkeiten vor Schulbeginn und am Nachmittag runden das Angebot ab. Der Mittwochnachmittag ist frei, diesen nutzen viele Eltern für einen wöchentlichen Nachmittag mit den Kindern bzw. für Hobbies. Der hierfür notwenige Teilzeit-Job ist in Frankreich selbstverständlich und mindert die weiter berufliche Entwicklung in keiner Weise.

In den meisten Städten gibt es Privatschulen für jede Altersklasse, die unter staatlicher Aufsicht stehen und Kindern und Eltern einen im Vergleich zu öffentlichen Schulen etwas persönlicheren und exklusiveren Rahmen bieten.   

Ähnlich wie in Deutschland gibt es ein breit angelegtes Angebot für Berufsausbildungen und Studiengänge. Diese sind in der Regel kostenfrei, von wenigen privaten Elitehochschulen abgesehen. Durch das Bologna-Verfahren sind die Abschlüsse europaweit abgestimmt und anerkannt.  

Für alle deutschen Kinder, egal welchen Alters, gilt: nach sechs Monaten Maternelle“, Ecole primaire“, „Collège“ oder „Lycée“ werden sie fließend Französisch sprechen. Viele Deutsche berichten, dass die Kinder besser sprechen als die Eltern und irgendwann anfangen, diese zu korrigieren – das muss man dann eben mit Humor nehmen.

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„In der Mittagspause nach Hause gehen um gemeinsam mit der Familie zu essen: diese Lebensqualität wäre in einem deutschen Krankenhaus unvorstellbar.“